Zweckverband Beltringharder Koog

 

Arlau-Speicherbecken

Das 540 ha große Arlau-Speicherbecken, davon ca. 200 ha Dauerwasserfläche, liegt im Zentrum des Kogges südlich der Lagune und nördlich der Sukzessionsflächen. Der nördliche Speicherbeckenverwallung grenz das Speicherbecken zur Lagune mit ihrem ca. 2 m höheren Wasserstand ab. Ein weiterer Damm bildet im Ostteil die Grenze zum ca. 2 m höher aufgestauten Holmer See, während im Westteil der Übergang zur Wildnisfläche fließend ist.

Das Speicherbecken dient in erster Linie der Entwässerung von 32.000 ha des Binnenlandes. Ursprünglich musste das Wasser der Arlau bei hohen Außenwasserständen am alten Arlauschöpfwerk mit hohem Energieaufwand in die Nordsee pepumpt werden. Heute kann es im freine Gefälle durch vier Sielröhren im Holmer Siel in die Nordsee fließen. Bei Sturmfluten wird das Süßwasser im Speicherbecken aufgefangen, so dass im Hinterland keine Nutzflächen überflutet werden.

Viele Süßwasserfische wie Aal, Barsch und Weißfische, aber auch Meerforellen kommen im Speicherbecken in größerer Zahl vor. Im Spätsommer fischen hier mehrere hundert Kormorane gemeinsam. Als besonders seltene Art findet man hier den Europäischen Flusskrebs. Im Herbst und Frühjahr suchen im Uferbereich große Schwärme von Enten und Gänsen Nahrung und es raten hier viele Wattenmeervögel.

Die Flächen nördlich der Arlau werden gering beweidet, um die Röhrichtausbreitung zu begrenzen. Da der Wasserstand der Lagune höher als der des Arlauspeicherbeckens ist, drückt Salzwasser durch die nördliche Speicherbeckenverwallung und verhindert auf dessen Südseite die Ausbreitung einer höheren Vegetation. Diese dauerhaft offenen Flächen sind sehr wichtige Brutplätze für Seeschwalben, Regenpfeifer, Säbelschnäbler und Wiesenvögel wie Kiebitz und Uferschnepfe und sehr wichtige Ratsplätze für viele Wattenmeerarten. Deshalb darf die Verwallung nicht betreten werden.